wie hermes heute erwachsen wurde

Vom Prompt zum produktiven Skill – Wie Hermes heute erwachsen wurde

Vom Prompt zum produktiven Skill – Wie Hermes heute erwachsen wurde

Es gibt diese Tage, an denen man morgens nicht ahnt, wohin einen eine einzige Frage führen wird.

Heute war genau so ein Tag.

Alles begann mit einem ganz normalen Wunsch meiner besseren Hälfte:

„Kannst du mir die Videos herunterladen?“

Früher hätte ich einfach yt-dlp gestartet, die Videos heruntergeladen und wäre fertig gewesen.

Heute habe ich stattdessen Hermes gefragt.

Nicht, weil es einfacher gewesen wäre. Sondern weil ich wissen wollte, ob mein lokaler Agent diese Aufgabe selbst übernehmen kann.

Die ersten Schritte

Am Anfang war Hermes davon noch weit entfernt.

Er konnte bereits Dateien anlegen, PowerShell starten und Programme ausführen. Aber ein kompletter Workflow zum Archivieren von YouTube-Videos existierte nicht.

Also haben wir angefangen.

Zuerst musste Hermes lernen, yt-dlp zu finden. Danach kam ffmpeg hinzu, um Video- und Audiospuren zusammenzuführen. Anschließend folgte ffprobe, damit das Ergebnis nicht nur existiert, sondern auch technisch überprüft werden kann.

Schon nach kurzer Zeit wurde klar: Ein funktionierender Download ist noch lange kein produktiver Skill.

Der erste Aha-Moment

Besonders spannend wurde es, als Hermes begann, seinen eigenen Skill zu analysieren.

Nach jedem Testlauf erkannte er Schwächen:

  • ffmpeg-Pfade waren zu starr
  • Audio fehlte bei einzelnen Downloads
  • Batchläufe verhielten sich anders als Einzeldownloads
  • Recovery fehlte
  • Erfolg musste technisch überprüft werden

Und genau hier passierte etwas, das mich wirklich beeindruckt hat.

Hermes schrieb nicht einfach neuen Code.

Er begann, seinen eigenen Skill zu versionieren.

Aus Version 1.0 wurde 1.1.

Dann 1.2.

1.3.

1.4.

Und schließlich 1.5.

Jede Version löste ein konkretes Problem, das im praktischen Einsatz entdeckt worden war.

Nicht theoretisch.

Sondern während echter Downloads.

Aus einem Download wurde Softwareentwicklung

Irgendwann fiel mir auf, dass wir längst nicht mehr über YouTube sprachen.

Wir diskutierten plötzlich über:

  • Versionierung
  • Recovery
  • Qualitätsprüfungen
  • Work Mode und Developer Mode
  • Architekturentscheidungen
  • Agentenregeln
  • Skill Lifecycle

Aus einer simplen Aufgabe war innerhalb weniger Stunden ein vollständig dokumentierter Entwicklungsprozess geworden.

Ich hatte nicht einfach einen Downloader gebaut.

Ich hatte begonnen, eine Agentenplattform aufzubauen.

Eine wichtige Erkenntnis

Der größte Aha-Moment des Tages hatte nichts mit yt-dlp zu tun.

Er lautete:

Ein Skill entsteht nicht, weil eine Funktion interessant ist. Ein Skill entsteht, weil ein reales Problem gelöst werden muss.

Das ist inzwischen mein wichtigstes Kriterium.

Ich entwickle keine Skills auf Vorrat.

Ich entwickle Fähigkeiten, wenn sie im Alltag gebraucht werden.

Genau dadurch entstehen Lösungen, die später wirklich genutzt werden.

Was heute entstanden ist

Am Ende des Tages stand deutlich mehr als nur ein funktionierender Download.

Hermes besitzt jetzt seinen ersten produktiven Skill.

Dieser Skill kann:

  • YouTube-Videos archivieren
  • Audio und Video zusammenführen
  • Metadaten speichern
  • Downloads technisch prüfen
  • Fehler erkennen
  • Recovery durchführen
  • Ergebnisse dokumentieren

Vor allem aber entstand etwas, womit ich heute Morgen überhaupt nicht gerechnet hatte.

Wir haben begonnen, die Entwicklung von Agenten selbst zu dokumentieren.

Dazu gehören inzwischen:

  • Agentenregeln
  • Skill Factory
  • Architekturentscheidungen
  • Entscheidungshilfen für neue Skills
  • Projekt- und Entwicklungsdokumentationen

Mir wurde dabei klar, dass der eigentliche Wert nicht der einzelne Skill ist.

Der eigentliche Wert ist die Methode, mit der zukünftige Skills entstehen.

Mein Fazit

Wenn mich heute jemand fragt, was ich eigentlich mit meiner lokalen KI mache, würde ich vermutlich nicht mehr antworten:

„Ich experimentiere mit LLMs.“

Ich würde sagen:

„Ich baue mir Schritt für Schritt einen digitalen Mitarbeiter auf.“

Nicht perfekt.

Nicht fertig.

Aber jeden Tag ein kleines Stück besser.

Und genau das macht dieses Projekt für mich so spannend.

Denn fast jeden Tag gibt es einen Moment, in dem ich denke:

„Wow … daran hätte ich heute Morgen noch überhaupt nicht gedacht.“

Ich bin gespannt, welche Aufgabe morgen den nächsten Skill hervorbringt.

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